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Das kannst du tun für gutes Klima

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Mit »Das kannst du tun« haben wir eine Kampagne entwickelt, die aufklärt, warum wir Menschen uns so schwertun, angemessen auf die Klimakrise zu reagieren, und die psychologisch fundierte Auswege aus dieser Misere bietet.

Daskannstdutun ist ein großartiges Beispiel wie Designer:innen, Marketingstrateg:innen, Webdeveloper:innen und fachliche Expert:innen wie Psycholog:innen zusammenarbeiten können und mit ihrer Expertise gemeinsam viel auf die Beine stellen können. Die Inhalte und Botschaften sind das Ergebnis wissenschaftlicher Studien, leicht verständlich und interessant aufbereitet. Darüber hinaus gibt es eine Sammlung an gesellschaftlich wirksamen Handlungsmöglichkeiten.

Dies ist ein Artikel auf Basis des Interviews von Patrick M. Sommer und des Artikels von KLUG e.V. Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit.

Die größte Bedrohung für unseren Planeten ist der Glaube, dass jemand anderes ihn retten wird.

Welche Veränderungen oder Handlungen erhofft ihr von den Menschen, die Eure Website besuchen?

Wir wollen einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit der Klimakrise bewirken. Dafür müssen wir alle umdenken. Dieses Umdenken wollen wir durch ein besseres Verständnis und neue Denkansätze fördern. Klimathemen sind anstrengend und belastend, deshalb verdrängen wir sie ja. Dafür können wir nichts, das macht unser Gehirn automatisch. Doch es gibt Auswege, und das Überraschende: Diese tun unserer Psyche sogar gut! Statt weiter zu verdrängen, sollten wir handeln, denn Selbstwirksamkeit ist »das Gegengift zur Ohnmacht«. Es ist leichter, als viele Menschen denken – dafür zeigen wir psychologisch fundierte Anregungen auf, umzudenken, sich effektiv zu engagieren, die eigenen Stärken zu nutzen und die Batterien regelmäßig aufzuladen. Mit unserer Sammlung an konkreten Schritten gehen wir sogar noch weiter: Hier bieten wir gründlich recherchierte, ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten aus verschiedenen Bereichen, die wirklich etwas bewirken.

Daskannstdutun

Wie kam die Zusammenarbeit zwischen »Creatives for Future« und »Psychologists for Future« zustande?

Die Psychologists for Future initiierten diese Kampagne aus dem Bewusstsein heraus, dass viele Menschen etwas tun wollen, aber berechtigterweise nicht glauben, dass der Fokus auf individuelles Handeln reicht. Leider kommt es aus diesem und anderen Gründen oft dazu, dass vor lauter Überforderung oder Hilflosigkeit gar nichts getan wird. Wir wollten diesen Menschen Orientierung bieten, welche Handlungsoptionen eine Wirkung über uns selbst hinaus entfalten können. 

Selbstwirksamkeit, also der Glaube, etwas verändern zu können, kann so verbunden werden mit dem Wissen, dass es wirkt. Das macht es besonders stark. Abholen wollen wir Menschen da, wo sie stehen. Mit ihren Zweifeln, mit ihren Ängsten, mit der Verdrängung, die ja bei uns allen vorhanden ist. Für die klare und einprägsame Kommunikation brauchten wir die Hilfe der »Creatives for Future« – ein Verbund von Professionals aus der Kreativ- und Marketingszene, die andere Gruppen ehrenamtlich unterstützen. Sie halfen uns, unsere abstrakten Ideen und Konzepte in Worte, Bildsprache und Design umzusetzen und einer breiteren Masse zugänglich zu machen. So kam ein super engagiertes Team aus beiden Gruppen zustande, das gemeinsam ehrenamtlich alles entwickelt hat.

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Welchen Rat würdet ihr jemandem geben, der sich für den Klimawandel einsetzen will, aber nicht weiß, wo er anfangen soll oder wie er etwas bewirken kann?

Zuallererst ist es unabdingbar, sich mit den eigenen Werten zu verbinden, mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft nach den eigenen Vorstellungen und der Angst vor einer Zukunft, sollte die Klimakatastrophe ihre volle Kraft entfalten. Stellt euch den damit verbundenen Emotionen wie Angst, Wut und Hoffnung und lasst sie wirken! Danach fällt es leichter, eine richtige Gruppe für sich zu finden, in der man aktiv werden will. Hier sollte man auch auf seine Interessen und Stärken achten.

Unsere Stärken machen es uns viel leichter, ins Handeln zu kommen. Wir sind besonders effektiv und bleiben leichter am Ball, wenn wir etwas tun, was zu uns liegt und uns Freude bringt. So machen wir es bei den Creatives und Psychologists ja auch – wir tun genau das, was wir gut können. Sind es eher die sozialpolitischen Themen rund um Armut und Ungleichheit, die mich am meisten umtreiben? Kann ich zwischen Menschen und Gruppen gut vernetzen? Stehe ich lieber in der ersten Reihe und halte Vorträge, oder helfe im Hintergrund, neue Projekte umzusetzen oder Aktivisten zu unterstützen? Kann ich meine Skills ehrenamtlich einer Klimaschutz-Organisation zur Verfügung stellen? Wichtig ist es, nicht allein zu bleiben, sondern sich in Gruppen zu verbünden und größere Hebel zu betätigen. Nur so können wir gut und gesund die Stärke entwickeln, die uns hilft, unser Leben anhand der Klimakatastrophe neu auszurichten und so zu handeln, dass wir eine maximale Wirkung über uns selbst hinaus haben. Unter Konkrete Schritte – daskannstdutun.de haben wir eine Sammlung von gesellschaftlich wirksamen Handlungsmöglichkeiten zusammengetragen. Wir würden allen raten, sich diese anzuschauen – da ist für jede und jeden etwas dabei.

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Das kannst du tun

Bereits seit langem kritisieren Wissenschaftler:innen sowie Umwelt- und Klimaschutzorganisationen die mangelnde Handlungsbereitschaft von Politiker:innen und Bevölkerung angesichts der Klimakrise. Die Ergebnisse der Europawahl beunruhigen viele Menschen zusätzlich und können Gefühle wie Ohnmacht, Frustration, Wut und Angst schüren. Umso wichtiger ist es laut Psycholog:innen der Psychologists for Future gerade jetzt, diese Gefühle ernst zu nehmen und in sinnvolle Handlung zu übersetzen.

„Wir wissen aus der Forschung sehr genau, dass Handlung das beste Gegenmittel gegen diese unangenehmen Gefühle ist. Viele Menschen empfinden Stress, wenn sie Nachrichten über die Klimakrise oder Extremwetterereignisse lesen. Schon allein die innere Auseinandersetzung mit den schlimmen Prognosen und der realen Bedrohung kann die psychische Belastung verstärken. Das Unwohlsein kann dazu führen, dass Menschen sich sogar vom Nachrichtengeschehen zurückziehen – eine ungünstige Art der Bewältigung, denn eine starke Demokratie braucht informierte Bürger:innen! Die gute Nachricht: Aus psychologischer Sicht gibt es geschicktere Lösungen. Eine angeleitete aktive Auseinandersetzung mit den Fakten und schließlich das Ausprobieren von Handlungsmöglichkeiten können eine Möglichkeit sein. Auf diese Weise kann die persönliche psychische Belastung reduziert und schließlich auch die Resilienz in Krisenzeiten gestärkt werden,“ so die Mitgründerin der Psychologists for Future und Mitarbeiterin von KLUG, Lea Dohm.

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Doch hinter mangelnder Handlung stehen meist tückische Denkmuster: „Wir Menschen wollen, dass die Erde ein sicherer Ort für uns ist, und unsere Kinder eine lebenswerte Zukunft haben. Dennoch handeln die Meisten nicht danach, weil sie Denkfallen unterliegen, oder nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Lösungen dazu stellen wir auf unserer Website vor,“ so Carina Ortel, Initiatorin der Kampagne. Als typische Denkfallen benennen die Psycholog:innen zum Beispiel überhöhten Glauben an rettende Technologie („zu viel Sci-Fi“), sich der Dringlichkeit nicht bewusst zu sein („zu weit weg“), oder zu glauben, es würde nichts bringen („zu individuell“). Zu diesen und mehr Beispielen werden auf der Website www.daskannstdutun.de psychologisch fundierte Tipps gegeben. Zudem gibt es eine umfassende Übersicht zu konkreten Handlungsmöglichkeiten. Dabei legen die Psycholog:innen besonderen Wert darauf, dass Menschen ein für sich passendes Engagement wählen, und dabei gut für sich selbst sorgen.

Die Psychologists / Psychotherapists for Future (Psy4F) sind ein Verband von Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, die ihr Fachwissen in den Umgang mit der Klimakrise und zur Förderung einer nachhaltigen Zukunft einbringen. Dazu gehört das Bewusstwerden der Klimakrise, den emotionalen Umgang und konstruktives Handeln zu fördern, sowie Klimaengagierte und -gruppen zu unterstützen. Die Materialien sind in Zusammenarbeit mit den Creatives for Future entstanden.

Die Kampagne wird von KLUG unterstützt.

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